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Übungen der Nacht: Tibetische Meditationen in Schlaf und

Traum von Tenzin Wangyal Rinpoche

Das Buch Übung der Nacht: Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum von Tenzin Wangyal Rinpoche wurde in vollständiger Taschenbuchausgabe im Jahr 2008 vom Wilhelm Goldmann Verlag veröffentlicht. Die Erstausgabe mit dem Originaltitel „The Tibetan Yogas of Dream and Sleep“ wurde im Jahr 1998 veröffentlich. Der Autor Tenzin Wangyal Rinpoche wurde im Jahr 1961 in Tibet geboren und wurde später in Indien zu einem Meditationsmeister ausgebildet. In Iniden erhielt er auch den Titel eines Geshe, dies ist der höchste akademische Titel in der tibetischen Tradition. Tenzin Wangyal ist ein bewusst wiedergeborener Lama – auch als Tulku bezeichnet. Im Alter von 30 Jahren ging er in die USA und gründete dort das Ligmincha Institut. Er lehrt regelmäßig in den USA und auch in Deutschland. Dabei präsentiert er die alten tibetischen Lehren in der Hoffnung, dass die Auseinandersetzung mit Träumen im Westen sich zu etwas Tieferem entwickelt, als die reine psychologische Traumarbeit. Mit dem Vorwort wird der Leser in die richtige Stimmung für das Buch versetzt. Tenzin Wangyal Rinpoche schildert hier seinen Werdegang und möchte so einem tibetischem Sprichwort gerecht werden, welches aussagt: „Um Zweifel an der Echtheit der Lehre und der Übermittlung zu begegnen, soll man die Linie und die Geschichte vorweisen.“ Danach leitet Tenzin Wangyal Rinpoche das Thema Traum-Yoga ein und ermöglicht dem Leser sich für dieses zu öffnen. Das Vorwort und die Einleitung haben mir sehr gut gefallen, da der Autor den Leser gut abholt und auf dieses anspruchsvolle Buch vorbereitet. Im ersten Kapitel geht Tenzin Wangyal Rinpoche dann darauf ein, wie Erfahrungen entstehen. In diesem Rahmen beschreibt er die zwei Arten von Unwissenheit, die angeborene und die kulturelle.  Ebenso erläutert er ausführlich den Energiekörper, da jede Erfahrung eine energetische Basis hat – genannt Prãna. Dabei schafft er die ersten notwendigen Grundlagen für das Erlernen des Traum-Yogas. Die nächsten Kapitel behandeln die verschiedenen Arten von Träumen, die Praxis des Traum- Yogas, der Schlaf und die Praxis des Schlaf-Yogas. Tenzin Wangyal Rinpoche gliedert dabei die einzelnen Kapitel gut auf, indem er zum Beispiel die drei Arten von Träumen erst in einer Übersicht darstellt und dann jede Traumart separat erklärt. Er verwendet auch öfters alte tibetische Geschichten, um Übungen oder Gegebenheiten besser zu verdeutlichen. Das Traum-Yoga ist der Weg und die Kunst des luziden Träumens und wird schon seit Jahrhunderten in Tibet praktiziert. Mit diesem Buch gibt Tenzin Wangyal Rinpoche eine ausführliche Einführung und eine Anleitung mit vielen Übungen zum Erlernen des Traum-Yogas. Dabei ist das Buch auf die westlichen Leser zugeschnitten und bedarf nicht unbedingt Vorkenntnisse von tibetischen Lehren. Dem Einsteiger in das Thema wird es ebenfalls einfach gemacht, da dem Buch ein Glossar angehängt ist, welches die meisten buddhistischen Begriffe erklärt. Mein Fazit: Tenzin Wangyal Rinpoche führt mit Übung der Nacht: Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum den Leser ausführlich und fachkundig in das Thema Traum-Yoga ein. Eine einfache Lektüre stellt diese Buch aber nicht dar. Ein gewisses Interesse sollte also mitgebracht werden, um die Ausführungen zu verarbeiten und die Übungen konsequent durchzuführen. Dafür ist es eines der seltenen sehr kompletten Werke übers Traum-Yoga. Was ich als positiv empfunden habe, ist dass der religiöse Hintergrund der Lehre zwar teilweise bemerkbar ist, aber sich nicht aufdrängt. Mir hat diese Lektüre sehr viel Spaß gemacht, mich aber auch einiges an Zeit gekostet. Ich konnte nicht widerstehen und habe mehrmals nach einem Kapitelabschnitt das Buch beiseite gelegt und über das Gelesene nachgedacht. Ich nehme viele neue Ideen und Gedanken aus diesem Buch mit.

Buchrezension

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